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Ist Selbstfürsorge egoistisch? Warum es so wichtig ist, dich um dich selbst zu kümmern

Selbstfürsorge – was für viele egoistisch klingt, ist tatsächlich essenziell, um ein glückliches Leben zu führen. Und zwar, anders als der Name es vermuten lässt, nicht nur für dich selbst – sondern auch für die Menschen in deinem Umfeld. Denn, nur wenn du liebevoll mit dir selbst umgehst, kannst du auch wirklich liebevoll zu anderen sein. Doch warum wird Selbstfürsorge dann immer noch mit Egoismus gleichgesetzt? Und wie kannst du besser für dich selbst sorgen, ohne dabei anderes zu vernachlässigen?

Was Selbstfürsorge von Egoismus unterscheidet

Egoismus ist per Definition eine Handlung, die nur auf deinen eigenen Vorteil ausgerichtet ist, ohne dabei das Wohlergehen anderer in Betracht zu ziehen und/oder ihnen sogar wissentlich zu schaden. Davon ist Selbstfürsorge weit entfernt. Denn dabei geht es nicht darum, dir auf Kosten anderer einen Vorteil zu erschaffen, sondern auf deine Bedürfnisse zu hören und ihnen Raum zur Entfaltung zu geben.

In unserer heutigen Gesellschaft ist es fast zum Statussymbol geworden, bis zur Erschöpfung zu arbeiten und sich immer mehr abzufordern. Doch schlussendlich ist dieses Leistungsdenken egoistischer, als sich gut um sich selbst zu kümmern. Denn: Auf der Überholspur übersehen viele Menschen, dass ihr Umfeld oft einen hohen Preis dafür bezahlt. Wenn du eine Familie hast, dann ist es ziemlich deutlich, dass deine Kinder und auch dein Partner darauf angewiesen sind, dass es dir gut geht und du sie unterstützen kannst. Wenn du alleinstehend bist, dann ist dieser Unterschied subtiler. Aber auch dann lohnt es sich einmal genau hinzuschauen: Wer aus deinem Umfeld zahlt den Preis dafür, dass du dich nicht ausreichend um dich selbst kümmerst?

Wer sich um sich selbst kümmert, kann auch für andere da sein

Um das zu verdeutlichen, stell dir eine Schale vor. Wenn die Schale Löcher hat und ständig viel mehr hinaufließt als hineinkommt, dann bleibt bald nichts mehr übrig – weder für die Schale selbst, noch für das Umfeld der Schale. Kümmert sich die Schale jedoch gut um sich selbst, stopft die Löcher und füllt sich selbst zuerst auf, dann läuft sie schon sehr bald über und kann ihr Umfeld von diesem Überschuss reich bedienen – und das ohne dabei selbst auszubrennen.

Nach dem gleichen Prinzip funktioniert Selbstfürsorge in deinem Leben. Wenn du ständig mehr gibst, als du eigentlich hast, dann bleibt bald nicht mehr viel übrig. Weder für dich selbst, noch für andere. Kümmerst du dich aber liebevoll zuerst um dich selbst, dann hast du auch reichliche Reserven für andere Menschen. Daher ist Selbstfürsorge vielleicht nur auf den ersten, sehr flüchtigen, Blick egoistisch. Ein weiterer Effekt von regelmäßig praktizierter Selbstfürsorge ist, dass du lernst auf deine eigenen Bedürfnisse zu hören und einzugehen. Viele von uns haben das verlernt oder überhaupt nie gelernt. Doch dadurch, dass du dich selbst besser kennenlernst, kannst du auch besser erkennen was andere brauchen und bist eher bereit es ihnen zu geben, beziehungsweise ihnen dabei zu helfen sich selbst zu helfen.

Besser für dich selbst sorgen – ohne Kompromisse

Doch wo sollst du nun anfangen? Wie kannst du dich besser um dich selbst kümmern, ohne dabei andere zu vernachlässigen? Zuerst einmal solltest du dir genau anschauen, womit du deine Zeit verbringst. Jeder Mensch hat jeden Tag die gleichen 24 Stunden zugute. In derselben Zeit schaffen die einen außergewöhnliches UND lassen es sich noch gut gehen, während andere nicht einmal 2 Minuten am Tag Zeit finden, um Zahnseide zu benutzen. Doch wo liegt der Unterschied? Das Zauberwort heißt Prioritäten. Auch du verbringst deinen Alltag mit allerlei Tätigkeiten. Die einen sind wirklich wichtig, andere sind es nicht. Und wieder andere sind eigentlich nur überflüssig oder sogar schädlich. Das heißt, wenn du wirklich das Gefühl hast, das dir die Zeit fehlt, um Selbstfürsorge zu praktizieren, dann kannst du dir vielleicht einfach Zeit schaffen, indem du auf etwas verzichtest. Das können 5 Minuten am Morgen sein, in denen du meditierst oder dir ein gesundes Frühstück zubereitest anstatt nur einen Kaffee herunterzuschütten und die neuesten Insta-Stories zu checken. Wenn du also deine Prioritäten neu ordnest, kannst du täglich Selbstfürsorge praktizieren, ohne dabei auf die wichtigen Dinge in deinem Leben zu verzichten oder andere zu vernachlässigen.

Selbstfürsorge ist essenziell für dein Wachstum

Selbstfürsorge ist ein wichtiger Pfeiler in der Persönlichkeitsentwicklung. Sie hilft dir, dich besser kennenzulernen und dir deine Bedürfnisse selbst zu erfüllen, anstatt darauf zu hoffen das andere das tun. Wenn du Selbstfürsorge praktizierst, wirst du langfristig ausgeglichener und glücklicher sein. Wenn du nicht weißt, wo du anfangen sollst, wie wäre es mit Journaling? Du kannst dir hier ein PDF herunterladen mit 25 Fragen, die dir helfen dich selbst besser kennenzulernen. Auch ein Coaching kann dir helfen alte Muster zu erkennen, loszulassen und neue unterstützende Gewohnheiten in deinen Alltag zu integrieren. Wenn du mehr über Coaching mit mir wissen möchtest, dann schau einmal hier nach.

 

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