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Selbstfürsorge: So findest du heraus, was dir wirklich guttut

Leider denken viele Menschen immer noch, dass Selbstfürsorge bedeutet sich mit einer Gesichtsmaske in eine mit Rosenblättern gespickte Badewanne zu setzen oder ein teures Spa-Wochenende zu buchen. Doch echte Selbstfürsorge ist viel mehr als das. Ja, Gesichtsmasken und Spa-Wochenenden können auch dazugehören. Doch bei echter Selbstfürsorge geht es zuerst einmal darum, herauszufinden was du wirklich brauchst. Denn es bringt dir überhaupt nichts, dir ein Bad einzulassen oder eine Massage zu buchen, wenn du eigentlich etwas ganz anderes brauchst um dich gut zu fühlen.

Lerne, auf deine Bedürfnisse zu hören

Wenn du echte Selbstfürsorge praktizieren möchtest, ist es wichtig genau hinzuschauen was du gerade tatsächlich brauchst, bzw. allgemein brauchst, um dich gut zu fühlen. Das ist von Mensch zu Mensch verschieden und kann sogar von Tag zu Tag variieren.

Um deiner individuellen Selbstfürsorge-Praxis näherzukommen, frage dich:

  • Wie sähe dein perfektes Selbstfürsorgeprogramm aus?
  • Was bereitet dir echte Freude?
  • Wobei kannst du so richtig entspannen?
  • Was hilft dir Stress abzubauen?

Lass dabei deiner Fantasie freien Lauf und tu einmal so, als ob es keine Einschränkungen gäbe. Du kannst deine Antworten auch aufschreiben. Meistens hilft das Schreiben, deinen wahren Bedürfnissen noch näherzukommen.

Dir diese Fragen ehrlich zu beantworten ist der erste Schritt, um mehr Selbstfürsorge in deinem Alltag zu praktizieren. Denn Selbstfürsorge lässt sich nicht konfektionieren. Was dem einen unglaublich guttut, kann jemand anderem ein Gräuel sein. Manche Menschen lieben vielleicht Spa-Tage und Saunagänge während andere lieber die Wanderschuhe anziehen und für ein paar Stunden in der Wildnis verschwinden.

(Dieser Artikel könnte auch interessant sein – Selbstvertrauen: 6 einfache Übungen die Deine Intuition stärken)

3 Hindernisse auf deinem Weg zu mehr Selbstfürsorge

Wenn du einmal herausgefunden hast, was dir wirklich guttut, ist es wichtig, das du dir auch die Zeit dafür nimmst und es wirklich tust. Im Artikel „Ist Selbstfürsorge egoistisch? Warum es so wichtig ist, dich um dich selbst zu kümmern“ zeige ich dir, wie du am besten Zeit für dein Selbstfürsorgeprogramm schaffst.

Doch manchmal kann es sich immer noch so anfühlen, als stände etwas zwischen dir und der Umsetzung deines Planes dich mehr um dich selbst zu kümmern.

1. Gewohnheit

Selbstfürsorge muss – genau wie alles andere auch – zur Gewohnheit werden. Unser Gehirn ist darauf programmiert Energie zu sparen. Darum werden aus Tätigkeiten, die wir oft wiederholen, Gewohnheiten. Gewohnheiten haben sich oft tief in unsere neuronalen Autobahnen eingeschliffen und laufen deshalb relativ mechanisch ab. Wir müssen nicht darüber nachdenken was wir da tun, es passiert einfach. Damit Selbstfürsorge zur Gewohnheit wird, musst du sie oft bewusst wiederholen. Nur so integriert sie sich bald wie selbstverständlich in dein Leben.

2. Motivation

Die Motivation für Selbstfürsorge muss stimmen. Du musst deinem Geist schon einen guten Köder bieten, der ihn motiviert dich bei der Überwindung von inneren Widerständen zu unterstützen. Dieser Köder heißt Motivation. Mach dir dafür bewusst, warum du mehr Selbstfürsorge praktizieren möchtest. Möchtest du dich besser fühlen? Möchtest du etwas für deine Gesundheit tun oder dich ausgeschlafener fühlen? Möchtest du besser aussehen oder abnehmen? Mehr Quality-Time mit deinen Freunden oder der Familie verbringen? Nichts motiviert uns so sehr unsere Gewohnheiten zu ändern, als ein solides Warum. Wenn du deine Motivation noch ein bisschen tiefer verankern möchtest, zeichne ein Bild von deinem Warum. Schreibe darüber in deinem Journal oder mach dir kleine Notizen die du dir z. B. an den Kühlschrank, Nachttisch oder Badezimmerspiegel klebst.

 

3. Glaubenssätze

Ein anderer Grund der zwischen dir und mehr Selbstfürsorge stehen könnte sind beschränkende Glaubenssätze. Gerade in unserer Leistungsgesellschaft ist es oft tief in unseren Köpfen verankert, dass wir es uns erst verdienen müssen zu entspannen. „Erst die Arbeit, dann das Vergnügen.“ So oder so ähnliche Gedanken kennen viele. Das Problem ist, das du nach diesen Gedanken, oder Glaubenssätzen, handelst. Glaubenssätze sind nichts anderes, als Gedanken die man immer und immer wieder denkt. Sie bestimmen unsere Realität. Leider ist der Großteil unserer Gedankenwelt unbewusst. Bei ca. 60.000 Gedanken am Tag kein Wunder. Stell dir nur vor, du würdest jeden einzelnen Gedanken bewusst wahrnehmen. Dir würden wahrscheinlich ziemlich schnell die Sicherungen durchbrennen. Deshalb ist unser Bewusstsein mit einem Schutzmechanismus ausgestattet: Dem Unterbewusstsein. Tatsächlich macht es sogar einen viel größeren Teil unseres Gesamtbewusstseins aus, als das Tagesbewusstsein (das ist der Teil, den du bewusst wahrnimmst und aktiv steuern kannst). Das Problem: Gedanken, oder Glaubenssätze, beeinflussen dein Handeln aus dem Unterbewusstsein genauso wie aus deinem Tagesbewusstsein – vielleicht sogar noch stärker. Das heißt, wenn sich irgendwo in deinem Bewusstsein der Glaubenssatz herumtreibt, das du dir Selbstfürsorge erst noch verdienen musst – oder ähnliche beschränkende Gedankenmuster – dann wirst du immer wieder Wege finden, dein Selbstfürsorgeprogramm nicht umzusetzen.

So kannst du Glaubenssätze umprogrammieren

Die gute Nachricht ist, dass solche Glaubenssätze nicht in Stein gemeißelt sind. Genauso, wie du sie irgendwann einmal bewusst oder unbewusst gelernt hast, kannst du sie wieder um-lernen. Achte also ganz besonders während du dich mit deinen neuen Plänen für mehr Selbstfürsorge auseinandersetzt auf deine Gedanken. Was geht dir durch den Kopf? Hier zeigt sich sehr genau, was zwischen dir und mehr Selbstfürsorge steht. Wenn sich zum Beispiel der Gedanke zeigt „Das ist doch total egoistisch“ oder „Du solltest wirklich etwas Sinnvolleres mit deiner Zeit anstellen“ dann sind das deine beschränkenden Glaubenssätze die dich davon abhalten, mehr Selbstfürsorge zu praktizieren. Hast du dir sie einmal bewusst gemacht, kannst du eine neue Wahl treffen. Entscheide dich bewusst dafür, dir selbst mehr Zeit zu gönnen und vergiss dabei auch dein Warum nicht. Suche Beweise, die deine alten Glaubenssätze widerlegen – zum Beispiel diesen Artikel hier. Lies mehr zu dem Thema und schau dir Menschen an die mehr Selbstfürsorge leben: Sind die tatsächlich egoistisch? Oder denkst du, dass zum Beispiel deine Mutter sich ihre Selbstfürsorge erst verdienen müsste?

Auch das Loslassen und Umprogrammieren von alten Glaubenssätzen und belastenden Gedanken oder Gewohnheiten ist Selbstfürsorge. Wenn du dich um dich selbst kümmerst, zeigst du der zukünftigen Version von dir selbst, dass du sie liebst, respektierst und wertschätzt. Dafür ist es wichtig, auf dein inneres zu hören, dich auch mit negativen Emotionen anzunehmen, deine Werte zu kennen und dich an Absprachen die du mit dir selbst triffst zu halten. Es gibt viele gute Bücher zu dem Thema (ich arbeite gerade an einer Liste) aber auch ein Coach kann dir helfen, destruktive Muster zu ändern und mehr Selbstfürsorge in deinen Alltag zu integrieren.

Wenn du dich für mein Coaching Angebot interessierst, dann schau einmal hier vorbei.

 

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